Die Schweden-Liste
Eine kleine Liste mit den Aufzählungen der Dinge, die unseren kleinen Köpfchen zeigen, dass wir unsere Fuesse nicht auf deutschen Boden haben...
ESSEN
- Butter wird mit Buttermessern aufs Brot gestrichen
- Brote werden nicht am Tisch zubereitet, sondern aufn Kuechenschrank, ergo gibt es hier keine Brettchen
- Käse gibt es nur als grosse Stuecke, keine Scheiben
- i. d. Regel wird 2 Mal pro Tag warm gegessen, d. h. Mittags und Abends
- Knäckebrot wird "normalen" Brot vorgezogen
- Margarine ist prinzipiell gesalzen (wir dachten auch, wie pervers, aber schmeckt echt lecker mit Marmelade)
- fuer heisse Getränke gibt es in fast jeden Cafe Selbstbedienung
- "fika" ist das Wichtigste am Tag ;) - Kaffee trinken und in Ruhe plaudern, ganz wichtig fuer die Schweden
- man sagt eher "Tack för maten" (Danke fuers Essen) als "Småklig maltid" (Guten Appetit)
- Fleisch ist verdammt teuer
- fuer die, die es noch nicht wussten, Alkohol ist sau teuer
- bei IKEA gibt es bei den Hotdogs keine Gurken dazu *Schmollmund mach*
ALLGEMEINES
- Niesen wird meist ignoriert, hab bisher nur einmal "Prosit" gehört (und das soll was heissen, da ich auf Katzen und Hunde allergisch reagier und hier in der Wohnung nur am Niesen bin ;)
- man darf ab 16 in Begleitung eines Erwachsenen, der den Fuehrerschein hat, so genannte Fahrstunden machen
- anstelle von Staubsauger gibt es einen Schacht in der Mitte des Hauses, die auf jeder Etage eine Öffnung haben, wo man den ellenlangen Schlauch reinsteckt und loslegen kann (weiss aber nicht, ob es die Regel ist)
- Fussbodenheizung und, verdammt, mir fällt der Name nicht ein *gruebel* Art von Heizung, die noch bei minus zehn Grad Wärme aus der Aussenluft zieht und damit heizt; gibt es hier wesentlich öfter als bei uns
- Fernsehprogramme sind im Sommer qualitativ schlecht und werden dann im Winter umso besser
- im Winter (abh. von Nord und Sued, wir sind in Sued) geht die Sonne zwischen 9-10 auf und geht um 3 unter; in Stockholm, ca. 400km entfernt, kann man schon jeweils eine Dreiviertel Stunde Dunkelheit dazu addieren
- bis zum 12. Lebensjahr muss die Schule Sorge tragen, dass alle Kinder in die Schule gehen (Busservice)
- Studentenparties laufen i. d. Regel so ab, dass man ordentlich vorglueht um später in der Disko o.ä. nicht die hohen Preise bezahlen zu muessen, d. h. es sind verdammt viele wirklich peinlich besoffen (ich war schockiert, die Phase hatte ich mit 14-16, aber hier kann man Alkohol erst mit 21 legal kaufen)
- Schlager sind verdammt beliebt, auch beim jungen Volk
- zum Abgewöhnen von Zigaretten gibt es Nikotin-Säckchen (sieht wie kleine Teebeutel aus, legt man sich zwischen Zähne und Wange) oder eine Art von Nikotinmasse (die man zu einer Kugel formt und sich in den Mund steckt) - verdammt viele nehmen es, sind aber auch davon abhängig; kommt aus den USA, Schweden ist das einzige EU-Land, dass diese Nikotinersatzmittel legal verkaufen darf
KRANKENHAUS
- Schwestern duerfen Blut abnehmen, Braunuelen legen, Patienten intubieren (!) - sprich sie tragen insgesamt viel mehr Verantwortung
- als Krankenschwester muss man drei Jahre studiert haben, sogenannte Undersjuksköterska (Unterkrankenschwester) assistieren ihnen und lernen by doing in einem Zeitraum von ueber einem Jahr praktisch im Krankenhaus
- um die Legitimation fuer "läkare" zu erhalten, muss man 5 1/2 Jahre studieren und 18 Monate das sogenannte "AT-läkare" praktizieren (entspricht ungefähr dem PJ, wobei sie hier mehr machen duerfen als die PJler in DL)
- ab dem 9. Semester kann man im Krankenhaus als läkare-Assistent arbeiten und man darf Rezepte verschreiben!!!
- man spricht sich mit dem Vornamen an, egal ob von Student zum Chefarzt oder von Arzt zum Patient
- wenn Ärzte operieren, legen sie sofort mit Schneiden los und verlassen den OP nach der Naht (in DL - so habe ich es zumindestens erlebt, machen die Ärzte den Patienten mit steril, bzw. legen den Verband und "räumen" mit auf)
- es gibt einen Anästhesisten, der fuer vier OPs und die Intensivstation zuständig ist, er läuft immer umher und wird nur in schwierigen Situationen gerufen; ansonsten gibt es sogenannte Narkossjuksköterska, eine Art Krankenschwester speziell fuer die Anästhesie ausgebildet, sie verweilt während der gesamten Situation am Patiententisch
- so gut wie alles wird diktiert, jede Untersuchung, jede Aufnahme, jeder Brief (lt. meiner Erfahrung in DL oft nur die Briefe an die Hausärzte oder teils OP-Berichte)
- Visite wird einmal am Computer gemacht mit der zuständigen Schwester und einmal am Bett des Patienten ohne Akten von ihm, einfach Vis-a-vis
So, kurze Zusammenfassung. Sollte mir mehr einfallen, fueg ich das noch hinzu... Wichtig zu erwähnen ist natuerlich, dass das auf Ulrikes schlauer Idee beruht, diese Eindruecke festzuhalten und ich jetzt quasi so dreist bin und es auf meiner Seite veröffentliche... ;)
ESSEN
- Butter wird mit Buttermessern aufs Brot gestrichen
- Brote werden nicht am Tisch zubereitet, sondern aufn Kuechenschrank, ergo gibt es hier keine Brettchen
- Käse gibt es nur als grosse Stuecke, keine Scheiben
- i. d. Regel wird 2 Mal pro Tag warm gegessen, d. h. Mittags und Abends
- Knäckebrot wird "normalen" Brot vorgezogen
- Margarine ist prinzipiell gesalzen (wir dachten auch, wie pervers, aber schmeckt echt lecker mit Marmelade)
- fuer heisse Getränke gibt es in fast jeden Cafe Selbstbedienung
- "fika" ist das Wichtigste am Tag ;) - Kaffee trinken und in Ruhe plaudern, ganz wichtig fuer die Schweden
- man sagt eher "Tack för maten" (Danke fuers Essen) als "Småklig maltid" (Guten Appetit)
- Fleisch ist verdammt teuer
- fuer die, die es noch nicht wussten, Alkohol ist sau teuer
- bei IKEA gibt es bei den Hotdogs keine Gurken dazu *Schmollmund mach*
ALLGEMEINES
- Niesen wird meist ignoriert, hab bisher nur einmal "Prosit" gehört (und das soll was heissen, da ich auf Katzen und Hunde allergisch reagier und hier in der Wohnung nur am Niesen bin ;)
- man darf ab 16 in Begleitung eines Erwachsenen, der den Fuehrerschein hat, so genannte Fahrstunden machen
- anstelle von Staubsauger gibt es einen Schacht in der Mitte des Hauses, die auf jeder Etage eine Öffnung haben, wo man den ellenlangen Schlauch reinsteckt und loslegen kann (weiss aber nicht, ob es die Regel ist)
- Fussbodenheizung und, verdammt, mir fällt der Name nicht ein *gruebel* Art von Heizung, die noch bei minus zehn Grad Wärme aus der Aussenluft zieht und damit heizt; gibt es hier wesentlich öfter als bei uns
- Fernsehprogramme sind im Sommer qualitativ schlecht und werden dann im Winter umso besser
- im Winter (abh. von Nord und Sued, wir sind in Sued) geht die Sonne zwischen 9-10 auf und geht um 3 unter; in Stockholm, ca. 400km entfernt, kann man schon jeweils eine Dreiviertel Stunde Dunkelheit dazu addieren
- bis zum 12. Lebensjahr muss die Schule Sorge tragen, dass alle Kinder in die Schule gehen (Busservice)
- Studentenparties laufen i. d. Regel so ab, dass man ordentlich vorglueht um später in der Disko o.ä. nicht die hohen Preise bezahlen zu muessen, d. h. es sind verdammt viele wirklich peinlich besoffen (ich war schockiert, die Phase hatte ich mit 14-16, aber hier kann man Alkohol erst mit 21 legal kaufen)
- Schlager sind verdammt beliebt, auch beim jungen Volk
- zum Abgewöhnen von Zigaretten gibt es Nikotin-Säckchen (sieht wie kleine Teebeutel aus, legt man sich zwischen Zähne und Wange) oder eine Art von Nikotinmasse (die man zu einer Kugel formt und sich in den Mund steckt) - verdammt viele nehmen es, sind aber auch davon abhängig; kommt aus den USA, Schweden ist das einzige EU-Land, dass diese Nikotinersatzmittel legal verkaufen darf
KRANKENHAUS
- Schwestern duerfen Blut abnehmen, Braunuelen legen, Patienten intubieren (!) - sprich sie tragen insgesamt viel mehr Verantwortung
- als Krankenschwester muss man drei Jahre studiert haben, sogenannte Undersjuksköterska (Unterkrankenschwester) assistieren ihnen und lernen by doing in einem Zeitraum von ueber einem Jahr praktisch im Krankenhaus
- um die Legitimation fuer "läkare" zu erhalten, muss man 5 1/2 Jahre studieren und 18 Monate das sogenannte "AT-läkare" praktizieren (entspricht ungefähr dem PJ, wobei sie hier mehr machen duerfen als die PJler in DL)
- ab dem 9. Semester kann man im Krankenhaus als läkare-Assistent arbeiten und man darf Rezepte verschreiben!!!
- man spricht sich mit dem Vornamen an, egal ob von Student zum Chefarzt oder von Arzt zum Patient
- wenn Ärzte operieren, legen sie sofort mit Schneiden los und verlassen den OP nach der Naht (in DL - so habe ich es zumindestens erlebt, machen die Ärzte den Patienten mit steril, bzw. legen den Verband und "räumen" mit auf)
- es gibt einen Anästhesisten, der fuer vier OPs und die Intensivstation zuständig ist, er läuft immer umher und wird nur in schwierigen Situationen gerufen; ansonsten gibt es sogenannte Narkossjuksköterska, eine Art Krankenschwester speziell fuer die Anästhesie ausgebildet, sie verweilt während der gesamten Situation am Patiententisch
- so gut wie alles wird diktiert, jede Untersuchung, jede Aufnahme, jeder Brief (lt. meiner Erfahrung in DL oft nur die Briefe an die Hausärzte oder teils OP-Berichte)
- Visite wird einmal am Computer gemacht mit der zuständigen Schwester und einmal am Bett des Patienten ohne Akten von ihm, einfach Vis-a-vis
So, kurze Zusammenfassung. Sollte mir mehr einfallen, fueg ich das noch hinzu... Wichtig zu erwähnen ist natuerlich, dass das auf Ulrikes schlauer Idee beruht, diese Eindruecke festzuhalten und ich jetzt quasi so dreist bin und es auf meiner Seite veröffentliche... ;)

1 Comments:
At 9/22/2006 11:53 AM,
Anonym said…
Also ich muss schon sagen das ich ernsthaft neidig bin. Ich glaub daraufhin besuche ich auch mal Schweden und die Schwedischen Krankenhäuser *g*
Aber das mit den gurken bei Ikea ist echt ne Frechheit. :-P
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